Die deutsche Musik und ihre Präsentation ist ziemlich abwechslungsreich und es gibt alle möglichen Stile, Ansätze, Interpretationen zum Hören und Tanzen. Das Erbe der Klassik wird manchmal noch berücksichtigt und zugleich muss man trennen zwischen der seichten Unterhaltung, die tagaus tagein im Radio dudelt und den Underground Strömungen, der Musik in den Clubs, zu der die Crowd tanzt, die aber niemals in einem der üblichen Radiosender zu hören seyn wird.

In den Hitparaden

Natürlich werden heute verkaufte Platten immer in den gleichen Charts gerechnet, aber wir verwenden hier mal das ältere deutsche Wort Hitparade und beziehen uns auf Schlager Künstler und auf die in Deutschland weiterhin nicht unwichtige Volksmusik. So spielen in dieser Kategorie Namen wie Helene Fischer, Roberto Blanco oder auch der recht eigenwillige Max Raabe eine große Rolle. Eindeutige Schnulzenkönige wie Roy Black bedienen die besonders leichte Unterhaltung, während DJ Ötzi oder auch Wolfgang Petry und Matthias Reim schon versuchen, Elemente von Rock und Pop in den Schlager einzubinden. Vor seliger Bergkulisse spielen wiederum Bands wie die Wildecker Herzbuben und Stefanie Hertel, wobei diese Sendungen im Fernsehen konsequent robuste Einschaltquoten erzielen.

In den Charts

Immer noch kommerziell, aber weniger angepasst präsentieren sich Punk Bands wie die Toten Hosen, die Ärzte oder Nina Hagen. Es gibt in Deutschland Indierock Bands wie Tocotronic und die Sportfreunde Stiller, dazu kommen internationale Pop Produktionen wie die No Angels, Sarah Connor und Tokio Hotel, die sogar weltweit bis nach Japan trotz deutscher Sprache beim Gesang große Erfolge feiern. Das gilt auch für Rammstein und ein paar andere Hard Rock Bands aus Deutschland. Vor Jahrzehnten war es hingegen die Neue Deutsche Welle mit Joachim Witt und Bands wie Trio und Extrabreit, die für gute Laune und Tanzmusik sorgte und auch den zeitgenössischen Hip - Hop wollen wir hier nicht vergessen. Das sind dann Namen wie Blumentopf, Samy Deluxe, Sido und Bushido, wobei gerade in diesem musikalischen Metier die Grenzen zur unkommerziellen Club Musik fließend sind.

In den Clubs

Hinter der Stahltür zwischen Nebelschwaden oder auch in der kleinen Halle mit Bühne regiert Musik, die es selten in die Charts schafft oder schaffen will, die aber in Deutschland trotzdem viele Fans hat. Dancehall Reggae ist hier sicher eine Richtung mit Gruppen wie Seeed, auch Rap Musik und Soul sind hier zu nennen. Uneingeschränkter König der Clubmusik ist jedoch Techno, also die bekannteste Variante elektronischer Musik, die im Übrigen ihren Ursprung in deutschen Produktionen hat. Die bekanntesten Namen sind von den Pionieren bei Kraftwerk über Paul van Dyck bis hin zu Tomcraft, Marusha, Dr. Motte und viele andere. Damit einher gehen dann auch viele Festivals und immer größere Partys, die eben so gar nicht mehr unkommerziell sind, aber gut, der Künstler lebt ja nicht vom Brot allein.